13.10.2017 03:30 |

TSV-Chef Dirk Ziemer: Der neue Vorsitzende ist ein Macher

TREBUR Es gibt viel zu tun – und er will es anpacken: Dirk Ziemer ist der neue Vorsitzende des TSV Trebur. Wir haben nachgefragt, was der leidenschaftliche Tischtennisspieler für den Verein tun möchte.

Lebt für den Sport: Der Vorsitzende des TSV Trebur, Dirk Ziemer.
Lebt für den Sport: Der Vorsitzende des TSV Trebur, Dirk Ziemer.

Dirk Ziemer hat viel zu sagen. Er redet schnell und gibt in kurzer Zeit ganz viele Informationen weiter. Das macht das Gespräch einfach. Es wird schnell klar, dass Ziemer ein Macher ist und dass er das Ehrenamt lebt und liebt. Vor weniger Tagen wurde Ziemer zum neuen Vorsitzenden des TSV Trebur gewählt. Davor war er zwei Jahre der stellvertretende Leiter der Abteilung Tischtennis, der nach Fußball zweitgrößten Abteilung des Vereins.

Seit 2007 ist Ziemer mit einer Unterbrechung, während der er zu Blau-Gelb Groß-Gerau wechselte, Mitglied beim TSV. „Ich spiele seit meinem zehnten Lebensjahr Tischtennis“, erzählt der 45-Jährige. Der Sport sei seine absolute Leidenschaft. Er sei zeitweise nach Groß-Gerau gewechselt, um dort zu spielen. Doch nachdem sich die Tischtennisabteilung des TSV nach einer kurzen Flaute wieder neu aufgebaut hatte, sei er sofort wieder zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Das war 2015.

„Engagement ein Muss“

Sofort habe er damals auch das Ehrenamt des stellvertretenden Abteilungsleiters übernommen. „Für mich ist Engagement im Ehrenamt ein Muss“, betont Ziemer. Neben seiner Position als Vorsitzender ist er zudem Beisitzer im Förderverein der Schule seiner Tochter und im Elternbeirat.

„Ich werde mich in den nächsten Wochen in allen Abteilungen vorstellen und bei den Trainings vorbeischauen“, sagt Ziemer und meint selbstkritisch: „Vor allem was die Abteilung Fußball angeht, habe ich aber noch viel zu lernen.“

Durch ein Engagement vor der Wahl zum Vorsitzenden habe er jedoch schon einiges über den Verein mitbekommen. „Ich habe mich schon seit zwei Jahren um die Homepage gekümmert“, erzählt Ziemer. „Dafür habe ich bereits an vielen Sitzungen des Vorstands teilgenommen und konnte so Einblicke in die Struktur des TSV nehmen.“

Es sei wie ein neues Familienmitglied im Vorstand aufgenommen worden. „Eigentlich gibt es innerhalb des Vorstands keine Hierarchien. Wir sind eine Fünfer-Spitze und treffen alle Entscheidungen gemeinsam“, berichtet Ziemer, der 2001 mit seiner Familie nach Trebur gezogen ist. Neben Ziemer gehören die Brüder Jörg, Herbert und Arno Haas sowie Florian Matthies zum Vorstand.

„Die Kollegen haben mir das Ankommen bisher echt leichtgemacht. Dafür bin ich total dankbar“, freut sich Ziemer. Der Verein habe sich mit ihm als Vorsitzendem bewusst für einen Nicht-Fußballer entschieden. „Zwar ist Fußballabteilung die größte Einheit im Verein. Doch die Mitglieder haben es dieses Mal als besser empfunden, dass jemand von einer anderen Abteilung als Vorsitzender mit einem neutralen Auge auf den Verein schaut“, erklärt Ziemer, der beruflich als Versicherungskaufmann tätig ist.

Pläne geschmiedet

Pläne habe er mit den Vorstandskollegen bereits ebenfalls schon geschmiedet: „Wir haben beschlossen, dass nur noch Fußballer bei uns spielen, ohne Geld dafür zu bekommen“, sagt der Vereinschef. In der Vergangenheit sei dies anders gewesen. „Wir wollen, dass die Spieler für den Verein antreten, weil sie Treburer sind und sich mit dem TSV identifizieren und nicht, weil sie dafür bezahlt werden.“

Zudem soll die Jugendarbeit weiter ausgebaut werden. „Wir sind diesbezüglich zwar schon super aufgestellt. Nachwuchs ist jedoch immer wichtig.“ Dabei liege das Hauptaugenmerk auf den Abteilungen Fußball und Tischtennis. Die Gestaltung der Homepage wolle er nach wie vor weitermachen, so Ziemer, denn „das ist einfach mein Ding“.

Auch die Integration von Flüchtlingen im Verein, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen, soll weitergeführt werden. Und schlussendlich fotografiere er auch noch bei Trainings und Wettkämpfen. „Wir brauchen immer neue Fotos für die Homepage. Aktualität ist im Zeitalter der Information sehr wichtig“, meint Ziemer und es wird klar, der Mann hat sich tatsächlich viel vorgenommen.

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